Großes Vereinsfest am 03. Juli auf der Tennisanlage

Fest zum 35 jährigen Bestehen des Tennis-Vereins sowie 20 Jahre Tennisanlage am Müritzstadion

Artikel im Nordkurier (Veröffentlicht: 07.07.2026 • 05:55 Uhr)

Von  Miriam Brümmer

Vom Bauwagen zur modernen Tennisanlage – Dieser Verein hat was zu feiern

Der Warener Tennisverein blickt zum 35. Geburtstag vor allem nach vorn. Im Müritzstadion wächst der Nachwuchs, doch Trainer fehlen und eine automatische Bewässerung steht noch aus.

 

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden Michael Ott, Klaus-Dieter Schwartz, Helmuth Kücker, Lars Groth, Dietrich Schneider und Rolf Kreft (von links) ausgezeichnet.

(Foto: Miriam Brümmer)

 

Mit einem Vereinsfest hat der Tennisverein TV Waren 91 gleich zwei Jubiläen gefeiert: seinen 35. Geburtstag sowie 20 Jahre Tennisanlage im Müritzstadion. Neben zahlreichen Mitgliedern waren auch viele geladene Gäste zur Feierstunde gekommen.

Improvisation und Engagement nötig

Gründungsmitglied Klaus-Dieter Schwartz nahm die Besucher mit auf eine Reise durch die Vereinsgeschichte, die vor allem zeigte, dass der Tennissport ohne Improvisation und Engagement in Waren wohl kaum dort wäre, wo er heute steht.

Den Tennissport gebe es in Waren bereits seit den 1960er Jahren. Zunächst spielte der Verein auf den Plätzen des damaligen FDGB-Heims und späteren Müritzhotels Klink. Als diese Anlage umgebaut wurde, stand ein Umzug an. „Ich wollte nicht, dass Kinder für Getränke teuer bezahlen und wir an das Hotel gebunden sind“, erinnert sich Klaus-Dieter Schwartz.

Eine neue Heimat fand der Verein in Warenshof. Dort wurden zwei lange brachliegende Tennisplätze wieder hergerichtet. Weil es keinen Wasseranschluss gab, wurde sogar kurzerhand ein Brunnen gebaut. Umgezogen wurde sich in einem Bauwagen, manche duschten mit einem Wasserschlauch, der tagsüber in einem Baum hing und sich in der Sonne erwärmte. Trotzdem wuchs der Verein innerhalb kurzer Zeit von 30 auf 140 Mitglieder.

Neben vielen Geschichten wurden auch historische Pokale bei der Vereinsfeier präsentiert. Am meisten beeindruckte der Wanderpokal der BSG Traktor Klink in der Sektion Tennis, auf dem einige Namen immer wieder auftauchen. (Foto: Miriam Brümmer)

Eine wichtige Rolle spielte damals auch eine Vereinssportlehrerin. Sie trainierte wöchentlich 50 bis 60 Kinder, dazu kamen Damen- und Herrenmannschaften. Die Herren spielten bereits damals in der Oberliga und brachten mehrere Landesmeister hervor.

Doch auch die Zeit in Warenshof war begrenzt. Anfang der 2000er Jahre plante die Stadt dort ein Piratendorf. „Das steht jetzt bei Grevesmühlen“, sagte Schwartz mit einem Schmunzeln.

Bis 2006 wich der Verein auf die Tennisanlage in Göhren-Lebbin aus. Für den Nachwuchs sei das jedoch der „Todesstoß“ gewesen, weil die Kinder hier noch mehr als in Warenshof auf Fahrdienste ihrer Eltern angewiesen waren.

Verein wächst im Müritzstadion, doch Trainer fehlen

Mit dem Umzug ins Müritzstadion vor 20 Jahren begann schließlich ein neues Kapitel. Dort stehen heute drei Tennisplätze, eine Ballwand im Wert von rund 15.000 Euro, ein Tennishaus mit Außenterrasse sowie großzügige Vereinsräume im Sportlerheim zur Verfügung. Rund 80 Mitglieder zählt der Verein inzwischen wieder, auch der Nachwuchs entwickelt sich erfolgreich. Was allerdings weiterhin fehlt, sind Trainer.

Ein weiterer Wunsch ist eine automatische Bewässerungsanlage. „Gerade an einem windigen Tag ist Wasser das Wichtigste, sonst fliegt uns der Platz weg“, sagte Schwartz.

Im Rahmen der Feier wurden zahlreiche Ehrenamtliche ausgezeichnet. Eine besondere Überraschung gab es für Klaus-Dieter Schwartz selbst: Der Kreissportbund verlieh ihm die Goldene Ehrennadel für seine langjährigen Verdienste um den Tennissport.

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden außerdem Michael Ott, Helmuth Kücker, Lars Groth und Dietrich Schneider geehrt. Einen Pokal für ihren Einsatz in der Nachwuchsarbeit erhielten Rolf und Gerald Kreft.

Wer den Tennissport selbst ausprobieren möchte, kann montags und donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr direkt auf der Anlage im Müritzstadion vorbeischauen. Dort stehen die Trainer für interessierte Nachwuchsspieler bereit.


 

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